Fünfzehn, zweiunddreißig und siebenunddreißig Jahre alt waren die drei Komponisten, als sie die Werke dieses Nachmittags schrieben.
Franz Schubert wagte mit seinem Sonatensatz B-Dur D 28 als Jugendlicher die ersten Schritte in der Besetzung Klaviertrio, voller Neugier und Unbekümmertheit. Wolfgang Amadeus Mozart schrieb sein Klaviertrio G-Dur KV 564 als erfahrener Meister, der nichts mehr beweisen muss und gerade deshalb mit wunderbarer Gelassenheit und Anmut erzählt.
Robert Schumann schließlich goss in sein Klaviertrio Nr. 1 d-Moll die ganze Glut der Romantik. Dunkel und drängend beginnt es, dann wird es innig und zart, bis das Finale »mit Feuer« und »nach und nach schneller« dem Ende entgegenstürmt. Violine, Violoncello und Klavier verbinden diese Stimmen zu einem Konzert, das zeigt, wie viele Gesichter die Kammermusik haben kann, zwischen Leichtigkeit und Leidenschaft.
Besetzung:
Trio Bartholdy
Orkun Pala, Violine.
Yoo-Jin Gabriel Hirsch, Violoncello.
Pelinnur Isikci, Klavier.