»Schön war die Fremde, doch Ersatz…«
Judith Kessler (Stimme) & Jan Gerdes (Klavier)Judith Kessler spricht, Jan Gerdes spielt am Piano Werke von Frédéric Chopin, Erwin Schullhof, Karol Szymanovski u.a. Verspieltheit, satirische Schärfe, Sprachwitz, Zerbrechlichkeit, Charme, Sozialkritik – Mascha Kalékos Verse sind zeitlos und einmalig.
Sie spiegeln das Leben der Dichterin, das sinnbildlich für Diaspora, für Entwurzelung und erzwungene Heimatlosigkeit steht: Geburt in Galizien, Flucht nach Deutschland/Berlin, Vertreibung aus Deutschland/Berlin, »Sprachlosigkeit« in Amerika, Rückkehr nach Berlin, in dem sie die Wahlheimat nicht mehr erkennt, Isolation und erneute Sprachlosigkeit in Israel, schließlich der Schmerz über den Tod des Sohnes und Mannes, und ihr eigener Tod in der Schweiz.
Eine Reise durch Leben und Poesie der Lyrikerin.