Die Musik kennt die leisen Töne des Alleinseins – und sie verwandelt sie in etwas Schönes. Während die Welt oft laut und flüchtig erscheint, schafft die Kunst einen Raum der echten Begegnung: mit sich selbst, mit den Klängen, mit anderen.
Das Konzert zeigt die vielen Farben der Stille, der Erinnerung, des Rückzugs – nicht schwer, sondern vielmehr zart und kraftvoll zugleich. Inspiriert von der barocken Affektenlehre wird jeder Gefühlston musikalisch greifbar: mal tiefgründig, mal tänzelnd, mal fragend, mal antwortend wie ein Echo.
Und dann öffnet sich der Blick nach außen. In Couperins La Piémontoise feiert die Musik die Verbundenheit in der Vielfalt – unterschiedliche Stimmen finden zueinander, ergänzen sich und werden zu einem Ganzen, das größer ist als jeder einzelne Ton für sich. Ein Abend, der zu Herzen geht – und der zeigt, wie tröstend und lebendig Musik sein kann.
Programm:
Jan Dismas Zelenka – Hypocondrie à 7 concertanti
Georg Philipp Telemann – Sonata I TWV 40:118 aus XVIII Canons mélodieux
Michel Corrette – Sonata I aus Les délices de la solitude, Op. 2
Domenico Scarlatti – Sonata f-moll K.481
Antonio Lotti – Quartett F-Dur “Echo”
François Couperin – La Piémontoise aus Les Nations
Mitwirkende:
Eleonora Trivella, Julia Real – Oboe
Enrico Toffano – Fagotto
Irina Granovskaja, Johannes Ascher – Violine
Heddi Raz Shahar – Violoncello
Sabina Chukurova – Cembalo