Hans Knipp wird oft der unbekannteste Prominente Kölns genannt, weil fast jeder schon mindestens ein Lied von ihm mitgesungen hat, sein Name jedoch wenigen geläufig ist. Ob Gassenhauer oder selten gespielte Ballade, kaum jemand hat Köln seinen musikalischen Stempel so unverwechselbar aufgedrückt wie er. Seine Texte beleuchten die Eigenarten und die Liebenswürdigkeit dieser Stadt und seiner Bewohner mit Sympatie und Augenzwinkern.
Die Knippschaff hat sich seinem musikalischen Erbe verschrieben und bringt bekannte und unbekannte Lieder von ihm wieder auf die Bühne - mit Gesang, Quetsch, Gitarre und Bass.
Die Gruppe um Annette Fuchs gründete sich 2011 und hat Kafi Biermann und Bömmel Lückerath nach deren Ausscheiden bei den Bläck Fööss mit Freuden fest in ihrem Ensemble aufgenommen.
Weniger bekannt ist, dass unter den hunderten von Liedern, die Hans Knipp Köln geschenkt hat, auch etliche Weihnachtslieder sind. In seiner herrlichen Art hat er zu diesem Thema besinnliche Balladen aber auch Parodien auf kölsche Eigenarten geschrieben. So klingt „Winter im Dörp“ wie eine im Schnee erstarrte Landschaft,
während in „Schöne Bescherung“ lautstark besungen wird, dass Heilig Abend nicht immer „eine stille Nacht“ sein muss. Herodes wird von den heiligen drei Königen als Lumpenhund und Drecksack tituliert, während im nächsten Lied das Christkind sanft als Rheinschiffer zu den Kindern kommt.
Es wird ein nur zum Teil besinnlicher, aber zu 100% knipplicher Abend.