A LIFE WITHOUT PUNK
Mit John Robb & Mark Reeder
Veranstaltungsreihe zu 50 Jahren Punk
Gäste:
Pauline Murray (PENETRATION)
Colin Newman (WIRE, IMMERSION)
Annette Benjamin (HANS-A-PLAST, DIE BENJAMINS)
Malka Spigel (MINIMAL COMPACT, IMMERSION)
Wir schreiben das Jahr 1976. Atomare Aufrüstung und Kalter Krieg sind die weltpolitischen Koordinaten, es knirscht an allen Ecken und Enden. In Großbritannien herrscht eine gravierende ökonomische Unzufriedenheit. Die wirtschaftliche Not ist immens, die politischen Kämpfe werden gewalttätig und erreichen die Straße. Die Arbeitslosigkeit ist verheerend, die Inflation hoch, Streiks legen das tägliche Leben lahm. Neue Perspektiven fehlen, für Studierende, für Arbeiter und Arbeiterinnen, für die Jugend. Eine Kluft, in die sich Strömungen wie die National Front ergießen, gleichzeitig gärt eine kulturelle und gesellschaftliche Aufbruchstimmung. Es brodelt in den Jugendclubs, es bilden sich erste Subkultur-Szenen, ein aufrüttelnder Mix aus Protest und Provokation ist die Grundlage. In Kombination mit einer ausgeprägten Abneigung gegen die bestehende Ordnung, wider das Establishment, die Hochkultur, aber auch gegen die ausgedienten Rock-Dinos. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann diese explosive Mischung zum nächsten großen Knall führt.
Punk wird zum Fanal des Widerstands. Nicht nur in England. Und der Rest ist Geschichte.
"A LIFE WITHOUT PUNK" widmet sich diesen prägenden Jahren und bringt Protagonist*innen aus England und Deutschland zusammen, um das Phänomen Punk und Neue Musik zu reflektieren, zu feiern und fortzusetzen.
Die Hosts der Abende sind zwei der wesentlichen Protagonisten des Punk, John Robb und Mark Reeder. Sie sprechen - miteinander und mit ihren Gästen - über 50 Jahre Punk, wann und wo und wie sie von der Neuen Welle und Energie erfasst wurden, über Erfahrungen und Anekdoten, und darüber, wie richtungsweisend diese Zeiten des nicht nur musikalischen Aufruhrs für sie und ihre Leben gewesen sind.