Rak rega – nur ein Augenblick
mit Herje Mine (Izabela Kaldunska (Violine), Friederike von Oppeln-Bronikowski (Klarinette), Gal Levy (Schlagzeug), Mauricio Vivas (Akkordeon), Jakob Petzl (Kontrabass)) und Walburga Walde (Gesang)
Herje Mine widmen dieses Konzert den jüdischen Familien und Kunstsammlungen, die das kulturelle Leben Leipzigs vor dem Zweiten Weltkrieg prägten. Im Dialog mit den Geschichten dieser Familien und ihrem wiederentdeckten kulturellen Erbe lädt das Programm dazu ein, für einen Moment innezuhalten, zu erinnern und Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart hörbar zu machen.
Der Titel des Konzerts ist zugleich der Titel eines Stücks, das von der Schlagzeugerin Gal Levy komponiert wurde. Dieses Werk bildet einen Ausgangspunkt für eine musikalische Reise durch verschiedene jüdische Klangwelten. Herje Mine verbindet sephardische Lieder in Ladino, traditionelle Pijjutim (jüdische liturgische Dichtungen) und Klezmer-Musik mit eigenen Arrangements und improvisatorischen Elementen. Dabei begegnen sich spirituelle Melodien, erzählerische Gesänge und die lebendige Ausdruckskraft osteuropäischer jüdischer Musik.
Zwischen Erinnerung, Tradition und künstlerischer Neuschöpfung entsteht ein Programm, das die Vielfalt jüdischer Musikkulturen feiert und zugleich den Menschen gewidmet ist, deren Leben, Sammlungen und kulturelle Beiträge untrennbar mit der Geschichte Leipzigs verbunden sind.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Vier Wände voller Kunst. Jüdische Familien und ihre Sammlungen in Leipzig“ 30.9.26-31.1.27 im MdbK.