Er spricht aus, was er über Kunst denkt und warum er sie trotzdem oder gerade deswegen liebt: Jakob Schwerdtfeger ist der festen Überzeugung „Kunst ist nicht elitär, sie wird nur elitär gemacht": Das zeigt er bei seinen Stand-up-Comedy Auftritten unterhaltsam und anschaulich. So beschreibt er Alltagsgegenstände mit Fachbegriffen aus der Kunstkritik. Doch damit nicht genug – der studierte Kunsthistoriker erzählt nicht nur humorvoll Anekdoten aus der Kunstgeschichte, sondern auch aus seinem privaten Leben.
Nach seinem Studium arbeitete Jakob Schwerdtfeger im Städel-Museum in Frankfurt als Kunstpädagoge. Als eine der treibenden Kräfte des Projekts Digitorial „Monet und die Geburt des Impressionismus" brachte er neuen Wind in die Landschaft der Kunstvermittlung. Mit digitalen und interaktiven Elementen bekamen die Besucher*innen ganz neue Eindrücke in die Kunstgeschichte vermittelt: Sie entdeckten ihnen bisher versteckte Details in den bekanntesten Malereien der Epoche und lernten anhand von leicht verständlichen Texten und Audiodateien. So wirkte das Projekt dem Klischee, Kunst sei elitär, entgegen und erhielt 2015 den Grimme Online Award.
In seinem Podcast „Künstlerisch wertvoll" unterhält sich Jakob Schwerdtfeger mit verschiedenen Expert*innen, die die Kunst zu ihrem Beruf gemacht haben. Sei es durch Kurator*innen, Kunstlehrer*innen oder bekannte Cartoonisten wie Ralph Ruthe – gemeinsam mit seinen Gästen macht er die Welt der Kunst für gelegentliche Museumsbesucher*innen verständlich.
Bei seinen Auftritten überzeugt Jakob Schwerdtfeger mit überspitzten Anekdoten aus der Kunstgeschichte. So schmückt er zuerst den 1911 begangenen Raub der Mona Lisa ähnlich einem James-Bond-Film aus – um ihn dann nüchtern und trocken richtigzustellen: Es war nur ein Handwerker, der das Bild kurzerhand abhing und mitnahm. So vermittelt Jakob seinem Publikum Wissen in lustigen und leicht verständlichen Happen.