Früh kommt der junge Andris Nelsons mit Musik in Berührung. Der 1978 im lettischen Riga geborene Musiker gilt als einer der innovativsten Dirigenten der Musik-Szene. An der Emil-Darzinš-Musikfachschule in Riga sammelte er erste Erfahrungen mit dem Dirigieren. Es folgte ein Studium an der Musikakademie in Lettland und im Anschluss am St. Petersburger Konservatorium.
Mit nur 24 Jahren leitete er als Chefdirigent das Orchester der lettischen Nationaloper in Riga. Sieben Jahre lang, von 2008 bis 2015, arbeitete er als Musikdirektor des City of Birmingham Symphony Orchestra. Als Chefdirigent machte er unter anderem Station bei der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford, als Musikdirektor beim Boston Symphony Orchestra und als Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters in Leipzig. Weitere Konzerte führten den begabten Dirigenten rund um den Globus, wo er unter anderem am Royal Opera House Covent Garden in London, in der Tonhalle Zürich, beim New York Philharmonic Orchestra, der Metropolitan Opera in New York, beim Orchestre National de France oder der Sächsischen Staatskapelle in Dresden gastierte. Gemeinsam mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft lässt er weitere großartige Projekte entstehen. Zudem kreierte er eine besondere Version von Wagners „Lohengrin” bei den Bayreuther Festspielen 2010.
Des Weiteren ging der charmante Musiker mit dem Gewandhausorchester auf Tournee und dirigierte in vielen Veranstaltungssälen in Asien und Europa phänomenale Konzerte. Sein Fleiß und sein Ideenreichtum wurden unter anderem bereits mit dem begehrten Grammy ausgezeichnet. Diesen erhielt er 2016 gemeinsam mit dem Boston Symphony Orchestra für das Album „Shostakovich: Under Stalin’s Shadow - Symphony No.10” in der Kategorie „Best Orchestral Performance”.
Andris Nelsons beweist immer wieder, dass er das Gespür für großartige musikalische Darbietungen hat. Mit viel Leidenschaft und Präzision kreiert er stets eine einzigartige Atmosphäre für sein Publikum und entführt es dabei in besonders klangvolle musikalische Welten.