Eine Veranstaltung im Musikbunker Aachen entführt ihre Besucher*innen in die Tiefen des 1941 gebauten Hochbunkers. Noch heute ist dieser in weiten Teilen in seinem ursprünglichen Zustand erhalten – so wird neben dem Event auch der Veranstaltungsort zum echten Highlight.
Nachdem Aachen 1944 befreit wurde, diente der Bunker zunächst als Notunterkunft, bevor er 1987 zum Proberaum umgebaut wurde. Die dicken Mauern bieten die optimalen Bedingungen, um in einem geschützten Raum Musik zu praktizieren und Künstler*innen zu fördern – ein Gedanke, der bis heute der Grundstein für alles ist, was im Musikbunker stattfindet.
1992 schließen sich einige Hunderte Personen zusammen und gründen den Musikbunker e.V., der bis heute Inhaber der Nutzungsrechte des Bunkers ist. Eine Vielzahl der Gründungsmitglieder sind dabei Mieter*innen der Proberäume. Ihr Ziel ist es, einen sicheren Ort für die Musik zu erhalten. Sie organisieren die Verteilung der 120 Proberäume sowie die Organisation aller Veranstaltungen und Clubnächte.
Neben den Proberäumen gibt es zwei zusätzliche Veranstaltungsräume: Einen großen Raum und einen etwas kleineren Kneipenbereich. Insgesamt bietet der Bunker Platz für etwa 200 Sitzplätze – eine Tatsache, die zu der Beliebtheit des Ortes beiträgt. Anstelle von großen Shows in riesigen Hallen, sind die Zuschauer*innen hier ganz nah am Geschehen. So werden ganz intime Momente zwischen Musiker*innen und Publikum geschaffen und die positive Energie springt direkt über.
Neben großen Persönlichkeiten, wie Ralph Towner, Trailerpark oder MoTrip treten hier auch unbekannte Künstler*innen auf. Die Genres variieren zwischen Jazz, Indie-Avantgarde, Ska, Punkrock und vielem anderen – so findet hier garantiert jede*r die richtige Veranstaltung. Neben den Konzerten und Live-Veranstaltungen finden auch regelmäßig Clubnächte mit DJs statt, die ihre eigenen Produktionen mitbringen. Auch hier ist der Anspruch immer, als kulturelle Institution kreatives Potenzial zu fördern.