brandstiften
Eine Inszenierung des ensemble wenn+aber nach „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch
„Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit.
Die glaubt niemand.“
(Max Frisch)
Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ (1958) erzählt nicht von Tätern im Verborgenen, sondern von einem offenen Geheimnis. Die Feuerteufel Eisenring und Schmitz verraten es selbst: Sie wollen das Haus abfackeln. Und Biedermann reicht ihnen lachend das Streichholz.
Wieso?
Die Adaption „brandstiften“ des Ensembles wenn+aber interessiert sich für genau diesen Entscheidungsmoment.
Für das Kippen zwischen Naivität und Komplizenschaft.
Für die leise, bequeme Lüge, mit der man sich beruhigt, bis es zu spät ist.
„Nimmer verdient, Schicksal zu heißen, bloß weil er geschehen: Der Blödsinn,Der nimmerzulöschende einst!“
Ein Feuer lodert nicht plötzlich auf, es wird geschürt.
Brandstifter kündigen sich an.
Immer wieder.
Und wir öffnen ihnen die Tür.Die Turmuhr schlägt: 20:30 Uhr.
Treten Sie ein. Und schauen Sie hin.
Inszenierung: ensemble wenn+aber.
Spielende: Anja Barnert, Anton Rundel, Carla Mildner, Jakob Möhring, Magdi Meißner, Renée Marie Russo.
Musik: Anton Rundel.
Grafik: Renée Marie Russo.
Unterstützung: Nicole Tröger, Elsa Weise.