Eine charmante Verbeugung vor den Heldinnen des Alltags in vielen bezaubernden Geschichten über Mütter, Töchter, Großmütter und Schwiegermütter. In Wladimir Kaminers neuem Buch geht es darum, wie eine über Neunzigjährige mit Nebel im Kopf tapfer weiterlebt, Weltkrisen löst und die Katze erzieht. Das zumindest sind ein paar der Dinge, um die sich Wladimir Kaminers eigene Mutter kümmert.
Und sie ist in diesen Erzählungen in bester Gesellschaft. Denn wer sorgt dafür, dass die Welt sich halbwegs geordnet weiterdreht, wenn nicht unsere Mütter? Sie versuchen – mehr oder weniger diskret –, die Geschicke ihres Nachwuchses zu lenken, geben Ratschläge und vertrauen uns sogar ihr Geheimrezept für Sülze an. Nicht alles stößt auf die erhoffte Gegenliebe, aber eine schöne Geschichte ergibt es allemal. Dabei kommen auch potenzielle Schwiegermütter nicht zu kurz. Wer ihnen gefallen will, ist zu außerordentlichen Verwandlungen fähig. Das konnteWer regelmaessig zu Lesungen von Wladimir Kaminer geht, weiss um die unkonventionelle Frische dieser Veranstaltungen: Es geht querfeldein durch den kunterbunten und farbenfrohen literarischen Garten.
Nicht selten praesentiert der Autor spontan Geschichten, die nur wenige Stunden alt sind. Kaminer holt seine Gaeste mit detaillierten Situationsbeschreibungen, viel Charme und intelligentem Humor ab und nimmt sie mit auf eine Reise. Der Ausgang ist stets ungewiss, niemals vorhersehbar, aber immer einzigartig.