Rolando Villazón wurde 1972 als Sohn österreichisch-stämmiger Einwanderer in Mexiko-Stadt geboren. Die Grundsteine seiner Karriere legte er schon sehr früh: Mit elf besuchte er den Musik-, Schauspiel- und Ballettunterricht an der Academia de Artes Espacios. Es ist die Musik, die ihn besonders fesselt und so folgte eine Gesangsausbildung – Villazon wusste damals schon, er will Opernsänger werden .
1998 trat er einem Opernprogramm bei, nahm an Meisterklassen teil und wurde ins Young Artist Programm der Pittsburgh Opera aufgenommen. Die harte Arbeit zahlte sich aus: Nur ein Jahr später feierte der Tenor seinen internationalen Durchbruch in Genua als „Des Grieux“ in Jules Massenets „Manon“. Von da an ist er auf den Bühnen aller großer Opernhäuser zu Hause – von der Metropolitan Opera in New York über die Royal Opera in London bis zur Wiener Staatsoper.
Im Laufe seiner Karriere erhielt Villazón zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Echo Klassik und den Grammy Award . Er hat weit über 20 Alben und zahlreiche Videoalben aufgenommen und weltweit mehr als 2 Millionen Alben verkauft. Seit Anfang 2017 ist er Botschafter der Stiftung Mozarteum Salzburg.
Doch Rolando Villazon hat sich nicht nur als Opernsänger einen Namen gemacht: Auch als Regisseur, Schriftsteller und im deutschen Fernsehen baute er sich eine beachtenswerte Karriere auf. Sein Regiedebüt feierte er 2011 an der Opéra de Lyon mit Massenets „Wether“ . Zwei Jahre später folgte sein erstes Buch – hier präsentiert er eine andere Seite von sich: Auf seine ganz eigene poetische Art erweckt er in seinen Romanen Künstler zum Leben und erzählt ihre Geschichten.