Soul-Pop mit Ohrwurmpotenzial, der einlädt zum Tanzen und Mitgrooven – das ist die Musik von Leslie Clio. Seit ihrer Kindheit wollte sie Sängerin werden: Heute lebt sie ihren Traum und begeistert mit flippigen Liedern, die regelmäßig auf die obersten Plätze der Charts klettern.
Leslie Clio wurde 1986 in Hamburg geboren, doch so richtig gefiel es ihr da nicht. Viele Schulwechsel, ein Abstecher aufs Internat, wieder zurück in die Heimat, um schnell das Abitur zu machen und dann nichts wie weg: Clio suchte Anonymität und das Unbekannte und fand es erst in New York und schließlich in Berlin. Bei all den Ortswechseln hatte sie einen stetigen Begleiter: Den unbedingten Wunsch, Musikerin zu werden. Als sie den Soul entdeckte, war es um sie geschehen. Ihre erste Liebe waren die TheMcGuire Sisters, später alles von Motown. Bei ihrem ersten Konzert, Angélique Kidjo, sprang sie auf die Bühne und tanzte mit der Sängerin, mit großem Bemühen, dass die Fernsehkameras sie mit aufs Bild nehmen.
Letztlich war Leslie Clio dann nur einmal zu sehen, doch heute sind viele Fernsehkameras daran bemüht, sie perfekt einzufangen. Als eine der bekanntesten Popsängerinnen Deutschlands ist sie heute in diversen Medien präsent. Ihr erstes Album „Gladys" (2013) stieg auf Platz 11 der Charts ein, die beiden Singleauskopplungen „Told you so" und „I couldn't care less" wurden die Radiohits 2013 und brachten der Sängerin eine ECHO Nominierung als „Best Female Artist National" ein. Nach ihrem grandiosen Debüt setzte sie ihre Arbeit für das „wichtige zweite Album" nicht einfach fort, sondern nutzte die Chance für Veränderung. Während ihr Erstling noch deutlich mehr nach Soul klang, ebnete sie mit „Eureka" (2015) einen neuen Weg Richtung Pop. „My Heart Ain't That Broken" steht für diesen Stilbruch wie kein anderer Song und zeigt Pop in all seiner Leichtigkeit. Ihr drittes Album „Purple" (2018) setzte diesen Weg fort, nicht jedoch ohne neue musikalische Nuancen ins Spiel zu bringen. Leslie Clio scheut Veränderungen nicht, sie braucht sie.