650 Jungfrauen soll die ungarische Gräfin Elisabeth Báthory ermordet und in ihrem Blut gebadet haben, um sich ewige Jugend und Schönheit zu sichern. Inspiriert vom düsteren Image dieser Frau wurde sie als Vampirin, Hexe oder Sadistin dargestellt, die für den Erhalt ihrer Schönheit bereit war, alles zu tun.
Gerüchte um das zahlreiche Verschwinden junger Dienstmägde wurden geschürt und schließlich zum Prozess getrieben. Elisabeth durfte bei diesem selbst nie aussagen.
Sandra Maria Huimann nähert sich der historischen Elisabeth und stellt sie der durch Geschichten Konstruierten gegenüber. Unterstützt durch eindringliche und bedrohliche Musik seziert das Stück die Ambivalenz zwischen den Erwartungen, die an das Aussehen und die Position von Frauen gestellt werden und ihrer Dämonisierung, wenn sie den Erwartungen rücksichtlos gerecht werden wollen.
Elisabeth Báthory war keine Unschuldige, aber die »Blutgräfin« haben andere aus ihr gemacht.