cleopatrick brauchen kein großes Bandaufgebot, um
mächtig Druck zu erzeugen. Sänger und Gitarrist Luke
Gruntz und Schlagzeuger Ian Fraser verbinden verzerrte
Riffs, wuchtige Rhythmen und Melodien, die auch im
Lärm hängen bleiben. Dabei gehört die Lust am
Experiment genauso zu ihrem Sound wie rohe Energie.
Den Grundstein für diesen Sound legten Gruntz und
Fraser in Cobourg, Ontario. Seit Kindertagen
befreundet, begannen sie früh, gemeinsam Musik zu
machen. Mit „hometown“ gelang ihnen 2017 der
Durchbruch. Aus einem Song über das Gefühl, nicht
gehört zu werden, wurde ein internationaler Türöffner: Für ihr Debütalbum „BUMMER“
(2021) folgte eine JUNO-Award-Nominierung als „Breakthrough Group of the Year“ und
mehr als 100 Millionen Streams sowie ausverkaufte Tourneen zeigen, wie weit die beiden
ihre Musik inzwischen getragen haben.
Auf ihrem zweiten Album „FAKE MOON“ (2025) lassen cleopatrick mehr Raum für leise
Zwischentöne, melodische Feinheiten und eine raue Lo-Fi-Ästhetik. Aufgenommen in
Brooklyn mit Produzent Philip Weinrobe, der auch mit Adrianne Lenker und Hand Habits
gearbeitet hat, entstand die Platte in einem offeneren, gemeinschaftlichen Prozess. Songs
wie „HAMMER“ und „PLEASE“ zeigen, dass ihre Musik nicht allein von Lautstärke lebt. Auch
zurückgenommen bleibt sie eindringlich.
Die jüngst veröffentlichte Single „WHAAT“ schlägt nun wieder eine härtere Richtung ein. Mit
schweren Riffs und reichlich Verzerrung knüpft sie an die Wucht von „BUMMER“ und dem
ebenfalls 2025 erschienenen Werk „SCRAP“ an. Gleichzeitig steht bereits ein weiteres Album
in Aussicht. Nach dem experimentelleren zweiten Album weckt dieser erneute
Richtungswechsel die Neugier darauf, welche Facetten ihres Sounds cleopatrick als Nächstes
in den Vordergrund rücken.
Live hat das Duo längst weit über Kanada hinaus Spuren hinterlassen. Mit ausverkauften
Tourneen durch Nordamerika und Europa, Auftritten bei renommierten Festivals wie dem
Lollapalooza und Reading & Leeds sowie als Support von Größen wie Royal Blood haben sie
ihre Bühnenpräsenz eindrücklich bewiesen. Ihre Shows leben vom direkten Zusammenspiel,
von drängenden Gitarren und der Energie, die zwischen Bühne und Publikum entsteht. Die
fünf Deutschlandtermine im März 2027 bieten die Gelegenheit, diese Wucht aus nächster
Nähe zu erleben. Wer cleopatrick bisher vor allem über Kopfhörer kennt, kann hier
entdecken, wie viel körperliche Energie in diesen Songs steckt.