Mit einem eindrucksvollen Namen präsentiert BROCKHOFF Songs, die ebenso in den Kopf als auch ins Herz eindringen. Dabei scheut sie sich nicht vor Verletzlichkeit und der scheinbar illusorischen Suche nach dem richtigen Weg. Zwischen ermutigendem Pop und kompromisslosen Fuzz-Sounds findet die junge Musikerin aus Hamburg auf aufrichtige Weise einen erstaunlich reifen Zwischenton.
Die Künstlerin setzt sich nicht nur über Stereotypen hinweg – sie hinterfragt sie und ordnet sie neu an. Begleitet von rohen, ungefilterten Gitarrenklängen, beleuchten ihre Lieder Fragen nach Gruppenzwang, Einsamkeit und dem aufregenden Nervenkitzel des Lebens. Sie webt Geschichten um alltägliches inmitten der Kleinigkeiten des Lebens. In ihrer Musik schafft sie es auf beeindruckende Art und Weise, die Überforderung ihrer Generation zum Ausdruck zu bringen und das Streben nach Zugehörigkeit zu thematisieren. BROCKHOFF macht die Herausforderungen ihrer Generation hörbar, indem sie fein nuancierte Details in ihre Musik einfließen lässt.
In ihrer Debüt-EP „Sharks“ erzählt BROCKHOFF von den Etappen des Erwachsenwerdens, von Sehnsüchten und ihrer Suche nach Identität zwischen Großstadttrubel, Provinzleben und der eigenen Wahrnehmung. Mit einer beeindruckenden Bandbreite bewegt sie sich zwischen energetischem Rock mit Anlehnungen an die 90er Jahre und zeitgenössischem, bittersüßem US-Pop. Dabei verpackt sie mutige, intime Geschichten in einen unprätentiösen Indie-Sound.
Bei Live-Auftritten erhält sie Unterstützung von vier Instrumentalisten, die die Energie ihrer Studioaufnahmen auf die Bühne übertragen. Die Band versteht es meisterhaft, sich zurückzunehmen, um dann im nächsten Moment mit kraftvollen Gitarren die unverwechselbare Stimme der Newcomerin hervorzuheben. So entsteht auf der Bühne eine Nähe, die zwischen explosiven Ausbrüchen und verträumtem Eintauchen hin und her wandert. BROCKHOFF findet eine beeindruckende Balance zwischen aufgeräumten Pop-Arrangements und einer Mentalität des Garagenrocks.
Mit einer bemerkenswerten Selbstsicherheit trägt BROCKHOFF zur aufkeimenden Welle des selbstverständlichen Feminismus ihrer Generation bei. Sie zeigt eindrucksvoll, dass junge Künstlerinnen aus Deutschland weit mehr können als nur glatten, introvertierten Pop. Dabei steht sie internationalen Vorbildern in nichts nach. Ihre Musik ruft Erinnerungen an Bands wie Foo Fighters oder Sheryl Crow, während sie gleichzeitig Elemente von US-Künstlerinnen wie Phoebe Bridgers aufgreift und mit ihrer Feinfühligkeit verbindet.