Wissenschaftler sind zu sehr in ihrer Forschung vertieft und niemand versteht, was die da eigentlich so genau machen? Zumindest der letzten dieser Fragen setzt der Bonner Science Slam ein klares „Nein!" entgegen. Denn der hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wissenschaft zugänglich zu machen und Forschung auf unterhaltsame Weise ans Volk zu bringen. Beim Science Slam stehen Wissenschaftler*innen auf der Bühne des Pantheon Theaters in Bonn und präsentieren dem Publikum ihre Forschung – oder zumindest Teile davon. Die einzige Vorgabe:
Es muss unterhaltsam sein!
Träge, langwierige, vor Komplexität strotzende Reden wollen hier nicht gehört werden. Locker, lustig und zugänglich muss es sein. Das lösen die Slammerinnen und Slammer mit Bravour: So werden Physik, Chemie, Mathematik, Linguistik und unzählige andere Disziplinen zu interessanten Themen – Unterhaltung und Bildung ist beim Science Slam garantiert. Jede*r Wissenschaftler*in hat dabei genau zehn Minuten Zeit, um seine Forschung auf seine ganz eigene Art und Weise zu präsentieren. Das kann eine PowerPoint Präsentation bedeuten, aber auch Tanzen, Einradfahren oder Sprechchöre mit den Zuschauer*innen beinhalten. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Mit Feingefühl, Witz und natürlich einer ordentlichen Portion Wissen präsentieren die Forscher*innen Nischenthemen wie beispielsweise „Die Charakterisierung der oralen Mikrobiota von frugivoren Fledermäusen aus den Neotropen" so, dass Karies bei Fledermäusen im Nachhinein als wichtiges Allgemeinwissen erscheint. Auch Fragen wie „Wie hat Gargamel das Schlumpfdorf gefunden?" wird höchst wissenschaftlich nachgegangen und lässt die Quantenphysik in einem sehr viel zugänglicheren Licht erscheinen.
Doch welche*r der Teilnehmer*innen kann mit Forschung, Wissen und Vortragsweise am meisten glänzen? Am Ende des Bonner Science Slams entscheidet das Publikum: Wer den größten Applaus erntet, gewinnt den Science Slam. Wissenschaft auf der großen Bühne – der Bonner Science Slam macht es möglich!