Hartz IV, Alkoholismus, Oberflächlichkeit, ungeschönte politische Haltungen: Das sind die Themen, die das Berliner Hip-Hop-Duo in ihren Tracks anspricht und es auch so meint. Der höhnische Sarkasmus und die Battlerap-Mentalität in ihren Songs begeistert seit 2009 Fans aus ganz Deutschland.
„Company Flow treffen Westberlin Maskulin, dreckiger Boom Bap auf sperrige Kunstrap-Gebilde.“, so die Selbstbeschreibung des Rap-Gespanns. Ihre Musik ist im Lo-Fi-Hip-Hop angesiedelt und öffnet mit untypischen Reimschemen die Tür für sarkastische, gehässige und zynische Texte.
Die beiden Solokünstler lernten sich 2009 über den gemeinsamen Bekannten Sado kennen. Über das Internet nahmen sie Kontakt zueinander auf. Nach einem Treffen auf einem Konzert war der Weg der Zusammenarbeit geebnet. Der erste gemeinsame Track „Krieg ist cool“ lies folglich nicht lange auf sich warten. Nur kurze Zeit später erschien ihr erstes Album „Zwei Herrengedeck, bitte!“. 2010 folgte Teil zwei „Nochmal zwei Herrengedeck, bitte!“ und Teil drei „Das Gleiche wie immer, bitte!“.
Heute ist es unüberhörbar, dass die Musik der Band professioneller ist. Dennoch lässt das nicht den Charme des früheren Stils untergehen, denn an den Inhalten und der grundsätzlichen Haltung ändert sich nichts.
„Ich schreibe einfach bessere Texte, wenn ich was getrunken habe", beschreibt Yassin. „Wenn ich nüchtern einen Text schreibe, dann ist das relativ mühsam. Ich überdenke jede Zeile noch mal, was ich nicht mache, wenn ich schon drei Bier getrunken habe." Entsprechend locker und geradeheraus sind die Texte des Duos.