Man sagt, sie ist die Tastenteufelin: die Pianistin Anna Vinnitskaya beherrscht ihr Instrument wie keine andere. Mit ihrem unverwechselbaren Tastenspiel schafft die Pianistin es, die Töne auf dem Notenblatt zu verbildlichen und eine einzigartige musikalische Atmosphäre zu schaffen.
Wer sich genauer mit Anna Vinnitskayas Herkunft beschäftigt, dem wird schnell deutlich: wurde ihr in die Wiege gelegt. Die junge Anna wurde 1983 in eine russische Musikerfamilie hineingeboren – beide Eltern Pianisten, der Großvater Dirigent. Nachdem sich ihre musikalische Begabung früh herauskristallisierte, nahm sie ab dem 6. Lebensjahr Klavierunterricht. Mit Hilfe von Kontakten wurde sie mit etwa 10 Jahren am Rachmaninov-Konservatorium in Rostow angenommen, wo sie bis 2001 studierte. Über ein weiterführendes Studium an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater gelangte sie schließlich nach Deutschland.
Doch das eigentliche Zuhause der Musikerin sind die großen Konzertbühnen dieser Welt. So spielte sie schon mit dem National Symphony Orchestra in Washington, dem Gewandhaus Orchester Leipzig und dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokyo. Ein Highlight ihrer bisherigen Karriere dürfte ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern und der Sächsischen Staatskappelle gewesen sein. Auf höchst virtuose Weise mit ebenso poetischer Tiefe, versteht die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin es, Publikum wie Kritiker*innen gleichermaßen mit ihrem Spiel in ihren Bann zu ziehen. Mühelos versetzt sie Brahms Virtuosität in unsere Zeit, brilliert mit melodischen Linienführungen bei Rachmaninov und stellt die Unabhängigkeit beiden Hände mit Bachs Klavierkonzerten unter Beweis. Anna Vinnitskaya ist ein Ausnahmetalent am Klavier, deren Virtuosität schlicht keine Grenzen kennt.