Zwei Typen treffen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der bauernschlaue, aber ansonsten eher schlichte Ganove Gepetto und Robert, der alternde, eitle und intellektuelle Theaterschauspieler. Eines verbindet beide, sie sitzen nämlich gemeinsam in der Zelle eines heruntergekommenen Gefängnisses irgendwo im nirgendwo. Gepetto sitzt wegen zahlreicher Betrügereien ein, während Robert wegen Totschlags verurteilt wurde. Gepetto ist fasziniert vom Beruf seines neuen Zellengenossen, himmelt er doch Schauspieler als Stars an und wäre zu gerne Teil dieser Welt. Robert dagegen ist von den Schattenseiten seines Berufs ausgelaugt und psychisch angegriffen. Gepetto überredet Robert, ihn im Schauspiel zu unterrichten. Aus Roberts Lektionen werden intensive theatrale Momente – die Zelle verwandelt sich in eine Theaterbühne.
Was als Zeitvertreib beginnt, entwickelt sich zu einer ungeahnten Besessenheit. Robert versucht, dem naiven Gepetto die "Heiligkeit" und die technische Präzision des Spiels beizubringen, während die Grenzen zwischen der Realität der Zelle und der Fiktion der Bühne immer mehr verschwimmen.
Gepettos Sprache ist vulgär, direkt und ungeschliffen, Robert zitiert Shakespeare und Moliere. Dieser Zwiespalt zwischen den beiden sorgt für eine hohe Dynamik. Das Stueck ist bitterböse komisch, schlägt aber in manchen Momenten in tragische Ernsthaftigkeit um.