Im Rahmen der Tournee „Im Licht der Empfindsamkeit“ gestaltet der taiwanische Pianist Kuan-Han Wu im Té Salon in Berlin einen Abend, der Klaviermusik zwischen Empfindsamkeit und Klassik nachspürt. Der erste Teil führt von J. S. Bachs klarer barocker Sprache über C. P. E. Bachs unruhig-expressive Werke bis zu Mozarts Variationen, die mit einer schlichten Melodie zurück ins Licht führen.
In der zweiten Hälfte lässt Chi-Lien Hungs Taiwan Suite III erstmals taiwanische Klangfarben auf einem historischen Tasteninstrument erklingen. Es folgen C. P. E. Bachs spannungsreiche A-Dur-Sonate und eine zeitgenössische Fantasie von Kuan-Han Wu, in der er versucht, jene Unruhe, Freiheit und Sehnsucht von vor über zweihundert Jahren aufzufangen. Den Abschluss bildet Haydns kraftvolle h-Moll-Sonate aus der „Sturm-und-Drang“-Zeit, die den Abend markant beschließt.
Vor Konzertbeginn wird feiner Tee aus Taiwan gereicht – ein zarter Auftakt, der den Abend duftend eröffnet. Kuan-Han WU Klaviersolo, Rezitator Johann Sebastian Bach Präludium C-Dur, BWV 846Carl Philipp Emanuel Bach Solfeggio c-Moll, H. 220Carl Philipp Emanuel Bach Freie Fantasie fis-Moll, Wq 67Wolfgang Amadeus Mozart 12 Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“ C-Dur, K. 265Chi-Lien Hung Taiwan Suite III Carl Philipp Emanuel Bach Klaviersona Kuan-Han Wu Fantasie c-Moll, inspiriert vom empfindsamen Stil Joseph Haydn Klaviersonate h-Moll