Wilde Lust, ungebremste Tollheit, maßloser Lebensdurst und trunkene Sinnlichkeit: Darum geht es, wenn Bernd Lhotzky – diesmal am Cembalo statt wie gewohnt am Flügel - zusammen mit Émile Parisien, Frédéric Couderc, Henning Sieverts und Eric Schaefer den Barock, der in uns allen steckt, im Jetzt freilegt und aus dem Überkommenen neue, knallende Funken schlagen lässt. Sechzig Jahre nach dem durchschlagenden gemeinsamen Erfolg der Jazz-Legende George Gruntz und des ikonischen Jazz-Produzent Siggi Loch mit ihren beiden Studioalben „Jazz Goes Baroque“ bringt nun Bernd Lhotzky dieses Repertoire mit den Mitteln unserer Zeit auf die Bühne.
Die hochkarätige Besetzung dieser Neuinterpretation knüpft an jene Gruppe an, die in den 1960er-Jahren Jazz Meets Baroque aufgenommen hatte. Zentraler Solist war damals der Saxofonist Klaus Doldinger, der später zu einer Schlüsselfigur des deutschen Jazz werden sollte. In dieser neuen Fassung steht eine aktuelle Schlüsselfigur des europäischen Jazz im Mittelpunkt: der französische Sopransaxofonist Emile Parisien. Außerdem dabei: Der französische Flötist und Saxofonist Frédéric Couderc, dessen Virtuosität und stilistische Beweglichkeit zu den Überraschungen des Abends zählen werden, der Bassist und Cellist Henning Sieverts, in dessen Spiel sich Jazz und klassische Tradition auf ganz natürliche Weise begegnen, sowie der unendlich einfallsreiche Eric Schaefer am Schlagzeug.
Ein musikalischer Hochgenuss wartet auf uns!