Wer bei Schiller an verstaubte Klassiker und bürgerliche Trauerspiele denkt, könnte falscher nicht liegen. Hier bei Schiller ist nichts verstaubt, überholt oder gar ein Trauerspiel. Schiller ist ein einmaliges Elektro-Pop Musikprojekt von Christopher von Deylen. 1998 in Hamburg gegründet, erreichte das Projekt weltweite Bekanntheit. Anfangs wirkte Mirko von Schlieffen noch an Schiller mit: Gemeinsam stiegen sie mit ihrem Debütalbum 1998 auf Platz 21 der Charts ein – seitdem feiert Schiller regelmäßig Charterfolge. Mit den Alben „Sonne“ und „Opus“ gewann Schiller jeweils 2012 und 2013 eine goldene Schallplatte. 2003 trennt sich das Duo.
Doch für von Deylen kein Grund aufzuhören: Er erfand sich und seine Musik regelmäßig neu. Anfangs stand das Stroytelling mehr im Fokus, dazu kombinierte er als Schiller akustische Eindrücke mit kurzen lyrischen Einspielern. Für diese konnte er namhafte Synchronsprecher wie Benjamin Völz, Franziska Pigullla oder Otto Sanders gewinnen. Es folgten Kooperationen mit Sarah Brightman, Helen Boulding, Mike Oldfiel und weiteren Musikern. Das Projekt Schiller wuchs gemeinsam mit von Deylens Eindrücken und Erfahrungen, die Musik wurde zunehmend abwechslungsreicher, ohne ihre Wurzeln im Elektro-Pop zu verlieren.
Seine Arbeit beschreibt von Deylen als eine Sammlung von persönlichen Eindrücken, die ihm neue Zugänge zur Musik eröffnen und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Dabei zeichnet er akustische Bilder und entführt seine Hörer*innen in seine eigene Fantasie. Somit öffnet Schiller jedemn Zuhörer\innen eine ganz eigene Tür zur kurzen Flucht aus dem Alltag.
Eindrucksvoll und mit viel Fingerspitzengefühl entwirft von Deylen seine Konzerte. Die Liebe zum Detail steckt nicht nur in der ausgeklügelten Akustik, sondern auch in der darauf abgestimmten Lichtshow. Mit unterschiedlichen Farben und diversen Tempiwechseln haucht der Künstler dem Saal Leben ein. Mit geschlossenen Augen erleben die Gäste Ihren ganz persönlichen Schiller-Abend.