Muse, mgk und Phoebe Bridgers: 17 erste Acts für das Hurricane und Southside Festival
Das Line-up für das Hurricane und Southside Festival 2027 nimmt Gestalt an: Mit Muse, mgk und Phoebe Bridgers haben sich drei international gefeierte Acts angekündigt, die zu den prägendsten Stimmen der globalen Musik gehören. Gemeinsam mit 14 weiteren Namen bringen sie vom 18. bis 20. Juni große Hymnen, neue Perspektiven und jede Menge Energie nach Scheeßel und Neuhausen ob Eck.
Muse verstehen es wie vielleicht wie keine zweite Band, große Gefühle in ebenso große Musik zu verwandeln. Matt Bellamy, Chris Wolstenholme und Dominic Howard haben einen Sound geschaffen, in dem wuchtige Rockriffs, elektronische Experimente und klassische Einflüsse ganz selbstverständlich zusammenfinden. Über allem steht Bellamys unverwechselbare Stimme, die zwischen leiser Melancholie und dramatischen Höhen mühelos ihren Platz findet. Die legendären Anfänge mit „Origin of Symmetry“ haben sie mittlerweile nicht nur übertroffen, sondern ihre musikalische Anlage auch konsequent weiterentwickelt, wie das in diesem Jahr an die internationalen Chartspitzen geschossene „The Wow! Signal“ beweist. Dieser Anspruch prägt auch ihre Konzerte: Muse verbinden instrumentale Präzision mit einer Wucht, die ihre Musik weit über die ersten Reihen hinausträgt.
Auch mgk hat sich musikalisch schon mehrfach neu erfunden – und dabei ein Millionenpublikum mitgenommen. Aus dem Rap kommend, verschrieb sich Machine Gun Kelly mit „Tickets to My Downfall“ dem Pop-Punk und landete damit direkt an der Spitze der US-Albumcharts. Mit dem Nachfolger „Mainstream Sellout“ gelang ihm dieses Kunststück erneut, dazu kam eine Grammy-Nominierung für das beste Rockalbum. Hinter diesen Erfolgen steckt bis heute ein Gespür für Songs, die persönliche Krisen und große Gefühle in mitreißende Refrains übersetzen. Zwischen verzerrten Gitarren, ungeschönter Verletzlichkeit und unbändiger Spielfreude hat mgk seine ganz eigene Stimme gefunden – während seine Fans vor der Bühne beim Mitsingen regelmäßig ihre eigene verlieren.
Eine ebenso unverwechselbare Stimme gehört Phoebe Bridgers. Die kalifornische Singer-Songwriterin erzählt mit großer Genauigkeit von Verlust, Nähe und den Widersprüchen des eigenen Lebens. Ihr Humor ist dabei so trocken wie ihre Texte schonungslos, ihre Musik bewegt sich zwischen behutsamem Indie-Folk und raumgreifenden Gitarrenarrangements. Mit „Stranger in the Alps“ und „Punisher“ hat sie besondere Songs veröffentlicht, die sich vertraulich anfühlen und trotzdem ein großes Publikum erreichen. Beim Hurricane und Southside wird die vierfache Grammy-Preisträgerin zeigen, wie viel Kraft in einer zurückgenommenen Stimme und den richtigen Worten liegen kann.
Ikkimel bringt derweil Berliner Direktheit auf die Festivalbühnen: Mit druckvollen elektronischen Beats, expliziten Raptexten und lustvoller Provokation macht sie Selbstbestimmung zur ausgelassenen Party. Zurückhaltung gehört dabei ausdrücklich nicht zum Konzept. Ebenfalls bestätigt sind die Post-Hardcore-Größen von Pierce The Veil und Metalcore-Giganten von I Prevail, die sich beide hervorragend auf druckvolle Songs und großartige Melodien verstehen. Die Dropkick Murphys bringen ihren unverkennbaren Celtic-Punk mit, während Feine Sahne Fischfilet Punkrock und klare Haltung verbinden. Giant Rooks begeistern mit hymnischem Indie-Pop, Paula Hartmann erzählt in düsteren Popsongs vom Leben zwischen Großstadtnächten und verletzlichen Momenten. Mit Simple Plan kommt außerdem eine echte Pop-Punk-Institution aus Kanada.
Für derben Rap und maximalen Abriss stehen Mehnersmoos, für mitreißenden Ska-Punk The Interrupters und für kantigen Rock mit klaren Worten Deine Cousine. Ungewöhnliche Klänge versprechen Angine De Poitrine, deren experimenteller Math-Rock mit verschachtelten Rhythmen und mikrotonalen Gitarren zu einem globalen Phänomen geworden ist. Sofia Isella liefert düsteren Alternative-Pop und kompromisslose Perspektiven, Apsilon vervollständigt die Neuzugänge mit gesellschaftskritischem Rap und persönlichen Geschichten.