David Gray ist ein Kämpfer – mit seinem Erfolgsalbum „White Ladder" setzte er alles auf eine Karte und gewann den ganz großen Durchbruch. Gefühlvoll, akustisch, melodisch und eine einnehmende Stimme, die der Mittelpunkt jedes Songs ist: Das ist die Musik von David Gray.
David Grays Lebensstationen führten wild über die Insel: 1970 in Manchester geboren, wuchs er auf in Wales, gelangte über sein Studium in Liverpool schließlich nach London. Dort begann Gray sich der Musik zu widmen. Mit seinen ersten Alben „A Century Ends" (1993) und „Flesh" (1994) machte er sich zwar einen Namen unter Kritikern, erreichte jedoch keine kommerziellen Erfolge. Als es trotz drei unterschiedlicher Plattenverträge finanziell nicht gut um ihn stand, beschloss er, sein Glück herauszufordern. Mit seinem letzten Geld finanzierte er „White Ladder", nahm das komplette Album bei sich zu Hause auf und veröffentlichte es bei seinem neu gegründeten, eigenen Label IHT Records. Wäre das Album nicht geglückt, hätte er sich anders orientieren müssen, vielleicht wäre er Maler geworden, sagt David Gray heute. Doch glücklicherweise wurde das Album ein phänomenaler Erfolg und die Fans können seit über 20 Jahren David Greys empfindsamer Stimme lauschen.
„White Ladder" avancierte zu seinem erfolgreichsten Album überhaupt und schlug mit 176 Wochen in den britischen Charts und zehnmal Platin ein wie eine Bombe. Heute ist „White Ladder" mit mehr als sechs Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste Album aller Zeiten in Irland (Stand 2020). Dank „White Ladder" kann der Sänger zudem auf eine BAFTA-Nominierung, zwei Ivor Novellos, einen Q-Award, zwei Brit-Nominierungen und eine Grammy-Nominierung zurückblicken. Das Pokern auf ein Quäntchen Glück hat sich ausgezahlt, wie diese Auszeichnungen beweisen.
Die zwei folgenden Alben „A New Day at Midnight" (2002) und „Life in Slow Motion" (2005) stiegen sofort auf die Spitzenposition der britischen Charts und erreichten Vierfach- bzw. Doppelplatin. Plötzlich ist David Gray ein Ausnahmetalent und machte sich auch als Live-Performer einen Namen. Seine Tourneen führten einmal um den Globus vom Londoner Earls Court und der Royal Albert Hall zum Madison Square Garden in New York und dem Hollywood Bowl in Los Angeles. Der Songwriter spielt bei seinen Songs selbst Klavier und Gitarre und überzeugt mit seinen dichterischen Texten, die von Kritikern zu den bedeutendsten nach denen Bob Dylans gehandelt werden.