DIGITALER VORTRAG: Toxische Männlichkeit

Veranstaltungsinfos

Der Pädagoge, Dozent und Blogger Sebastian Tippe zeigt auf, wie sich toxische Männlichkeit individuell und strukturell auswirkt. Doch was bedeutet eigentlich "toxische Männlichkeit?". Toxische Männlichkeit beschreibt sozialisationsbedingte schädliche Verhaltensweisen, Einstellungen und Präsentationen von Jungen und von Männern, mit denen sie vor allem Frauen, aber auch sich selbst massiv schaden. Dazu gehört beispielsweise, dass sie sich über Leistung definieren, Grenzen ignorieren, Frauen abwerten oder Gewalt ausüben. Prominente Beachtung findet das Phänomen insbesondere durch die #metoo-Bewegung oder auch durch Greta Thunberg (Fridays for future), die aufgrund ihres Geschlechts, ihres Alters, ihres Aussehens, ihrer Zöpfe oder ihres Asperger-Syndroms hauptsächlich von Männern angefeindet wird.

Begriffe wie #Manspreading, #Mansplaining, #Whataboutism, #Hepeating, #Marginalisierung halten zunehmend Einzug in gesellschaftliche Debatten. Die Erkenntnis wächst, dass viele gesellschaftliche Phänomene damit in Zusammenhang gebracht werden müssen: Pornografie, Prostitution, Amokläufe, religiös, rassistisch und antisemitisch motivierte Gewalt, Massentierhaltung oder Klimazerstörung. Tippe schildert dementsprechend toxische Männlichkeit als ein gesamtgesellschaftliches Problem, das schon bei alltäglichem Verhalten beginnt.