Locker, zurückgelehnt und dennoch mit einer großen Portion feinsten Beats und treffsicherem Flow – kaum ein anderer Rapper schafft den Spagat zwischen lässigem Hip-Hop und derbem Rap so gekonnt wie Shindy. Spezialgebiet des Rappers sind zudem seine gekonnten Wortspiele und die erstklassigen, doppeldeutigen Lines.
Durch diese Mischung hat Shindy sich in den letzten Jahren einen festen Platz im deutschsprachigen Rap hart erarbeitet. Seine Karriere begann über diverse Rap-Kollegen, wie zunächst Kay One und später Bushido, mit denen er seine ersten Alben veröffentlichte. 2013 erschien Shindys Debütalbum „NWA” („Nie wieder arbeiten”), zwei Jahre später folgte „FVCKB!TCHE$GETMONE¥” und 2015 dann das Kollaboalbum „CLA$$IC” zusammen mit Bushido. 2016 veröffentlichte Shindy sein drittes Soloalbum „DREAMS”. Alle seine Alben landeten bis dato auf dem ersten Platz der deutschen Albumcharts, räumten Goldene Schallplatten ab und bezeugten, dass Shindy mit seinem Ende-der-90er-Hip-Hop in Kombination mit Rap der frühen Nullerjahre einen Nerv trifft.
Für den Rapper folgte nach diesen Mega-Erfolgen eine mehrjährige Auszeit. 2019 meldete er sich dann mit einem langersehnten, neuen Album zurück: „Drama” glänzt mit den Shindy-typischen Flows, greift Trap-Elemente auf und zeigt wieder, dass Shindy eine unverzichtbare Größe der Deutschrap-Szene ist. Die Singleauskopplung „DODI”, die nun unter seinem eigenen, neuen Label Friends with Money released wurde, erreichte ohne Umwege Platz eins der deutschen Singlecharts.
Ob „Sex ohne Grund”, „Nautilus”, „Affalterbach” oder „JFK” – seine Tracks strotzen nur so vor Lässigkeit, Coolness und einem arroganten, derben Rap-Touch. Seine Lyrics sind unverkennbar und er spielt mit Worten und Redewendungen wie kaum ein anderer Rapper. Die Hip-Hop-lastigen Beats mit den instrumentalen Hintergrundsounds sorgen für beflügelten Rap, der wie locker aus dem Ärmel geschüttelt klingt. Ganz ohne Zweifel hat sich Shindy als einer der krassesten Rapper Deutschlands etabliert.