Mit harten, schnellen instrumentalen Riffs und lauten Screamings gehören August Burns Red zu den Meistern ihres Fachs, dem Metalcore. Doch statt in Altbewährtem und typischen Elementen stehenzubleiben, entwickeln sie sich stets gekonnt weiter und sprengen die Grenzen ihres Genres, indem sie Neues ausprobieren und sich auch für ungewöhnliche Interpretationen nicht zu schade sind.
Obwohl die Band im christlichen Glauben verankert ist, betonen die Mitglieder, dass sie nicht als christliche Band betitelt werden möchten. Vielmehr wollen sie ihre Musik für sich sprechen lassen. Doch genau diese gekonnte Reflektion christlicher Elemente in ihren Werken haben ihrem zweiten Album „Messengers“ zu Platz 1 in den „Christian Rock Charts“ verholfen. Gleichzeitig stürmten sie die Billboard Charts – wie beispielsweise 2009 mit dem Album „Constellations“ – und zeigten: Ihre Songs sind universell und erreichen erfolgreich verschiedene Zielgruppen. Mit dem achten Album „Phantom Anthem“ hinterfragen sie ethische Grundvorstellungen und bewegen sich damit auf einer emotional sowie technisch anspruchsvollen Ebene. Die regelmäßigen Einblicke in ihr persönliches Leben machen die Band authentisch und nahbar. Hinter ihren Songs steckt Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, die die Jungs nicht zu verstecken brauchen.
Dass die Band ihr Genre nicht zu ernst nimmt, macht sie nur umso sympathischer und interessanter. Mit Neuinterpretationen von Metalcore untypischen Liedern, wie etwa 2009 mit „...Baby One More Time“ von Pop-Sternchen Britney Spears erreichen sie Fans über die Grenzen ihres Genres hinaus. 2012 wagten sie einen neuen Kurs: Mit „Sleddin’ Hill – A Holiday Album“ entstand ein besonderes, facettenreiches Werk. Ausschließlich instrumental eingespielte, bekannte Weihnachtsklassiker, wie „Jingle Bells“, „We Wish You a Merry Christmas“ oder gar „Rudolph the Red Nosed Reindeer“ wurden mit Klängen aus dem Jazz, Punk- und Progressive-Rock verfeinert. Damit wagtw die Band sich nicht nur inhaltlich, sondern auch musikalisch in unbekannte Gewässer vor und zeigtw, dass sie Meister darin sind , sich selbst neu zu erfinden.