AMAKA Trio feat. Terrence Ngassa - OPEN AIR

Freitag 05 Aug 2022 20:00
Jazzclub Hürth
Hermülheimer Straße 12-14
50354 Hürth

Veranstaltungsinfos

Dafür, dass Heidelberg eine Jazz-Metropole ist, liefert das Amaka Trio den besten Beweis: Sowohl die Sängerin Amaka, als auch Hans-Günter Adam, der Pianist des Trios, stammen vom Neckar. Zusammen mit seinem Schlagzeuger Hajo Hök setzt das Trio einen glanzvollen Anfangspunkt für die Open Air Konzerte. Das Hürther Publikum kennt Amaka seit geraumer Zeit. Oft wird sie mit Diven wie Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan verglichen. Dabei erinnert Amakas Gesang vor allem an Billie Holiday, ohne in die schmerzlichen Abgründe zu führen, die bei Holiday immer mitklingen. Entsprechend erwartungsvoll fiebern die Zuhörer dem Auftritt der Sängerin entgegen, bevor sie in ihren Bann gezogen werden.

 Die erste Nummer des Abends wird eine Hommage an die nigerianischen Wurzeln der Sängerin, die sich in renommierten Londoner Clubs einen Namen gemacht hat und seit fünf Jahren wieder in ihrer deutschen Heimat lebt. Afrika soll nur eine Station der verführerischen Weltreise sein, die Amaka zusammen mit dem Publikum unternimmt. Ihre Inspirationen holt sie sich in Brasilien, der Karibik, den Blues- und Jazzmetropolen Nordamerikas und in Europa.

In einem Dialog aus tiefgründigen Eigenkompositionen, Jazz-Standards, Bossa-Nova, Pop, Blues, Soul und Reggae verdichtete sich das Programm mit jedem Song und fächerte eine Bandbreite auf, die durch den unverwechselbaren Stil und die Musikalität der Sängerin zusammengehalten wird. Im subtilen Zwiegespräch mit dem virtuosen Trompeter Terence Ngassa, streichelt Amakas Stimme verführerisch über die Melodien und verleiht den Texten Nachdruck. Mit eleganten Bewegungen ihrer Hände unterstreicht sie das Gesungene, wenn sie in einem Standard wie «Nature Boy» der Bedeutung des Liedes nachspürt, dem Klassiker «Round Midnight» eine ganze eigene Note verleiht oder Boney M‘s Disco-Hit «Sunny» zu einer kosmopolitisch-coolen Nummer macht.

Nicht nur hier hat Terence Ngassa Gelegenheit, geradezu irrwitzige Tonkaskaden und mitreißende Soli zu spielen. Hans-Günther Adam zeigt sich als wandelbarer Tastenlöwe und findet in einer schier unerschöpflichen Vielfalt an Klangwelten stets den richtigen Ton. An der Percussion zeigt sich Hajo Hök als ausgesprochen sensibler und musikalischer Taktgeber.

Hotline nicht besetzt