Tanz auf dem Vulkan

Angela Denoke -  Kölner Philharmonie - Spielzeit 2018/2019
Mittwoch 22 Mai 2019 20:00
Kölner Philharmonie
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Veranstaltungsinfos

Die Goldenen Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts sind zu einem Mythos geworden. Sie stehen für unbändige Lebenslust und künstlerischen Aufbruch. Vitalität und Wagemut überspielten die sich abzeichnenden Zivilisationsrisse der Zwischenkriegszeit und machten sie zugleich sichtbar. Es war ein „Tanz auf dem Vulkan“ (so der Titel eines historischen Revuefilms mit Gustav Gründgens aus dem Jahr 1938). Viele Komponisten, die der Zeit so unvergleichliche Musik schenkten, mussten emigrieren oder wurden von den Nazis ermordet. Ihnen widmet die Weltklasse-Sopranistin Angela Denoke einen eigenen Abend. Sie spannt dabei den Bogen vom lasziven „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ aus dem Film „Der blaue Engel“ bis zur abgründigen „Ballade vom ertrunkenen Mädchen“ aus dem „Berliner Requiem“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Mit ihrer phänomenalen kleinen Band fängt die Sängerin das Schillern einer Epoche ein, die traumverloren und hellwach von einer Katastrophe in die andere taumelte.

Mitwirkende
Angela Denoke  Sopran
Tal Balshai  Klavier, Arrangement
Norbert Nagel  Blasinstrumente
Tim Park  Violoncello
Uwe Kraus  Rezitation
Reinhard Bichsel  Bühne / Licht

Programm
Kurt Weill
Berlin im Licht Song (1928)
für Singstimme und Klavier. Text vom Komponisten

Friedrich Hollaender
„Kinder heut' abend“. Text von Robert Liebmann
aus: Der Blaue Engel (1930)

Friedrich Hollaender
„Nimm dich in acht vor blonden Frau'n". Text von Richard Rillo Loebel
aus: Der Blaue Engel (1930)

Friedrich Hollaender
„Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“. Text von Friedrich Hollaender
aus: Der Blaue Engel (1930)

Kurt Weill
Ballade vom ertrunkenen Mädchen. Als sie ertrunken war und hinunterschwamm
aus: Das Berliner Requiem (1929)

Werner Richard Heymann
An den Kanälen (1921–23)
Chanson. Text von Walter Mehring

Werner Richard Heymann
Die kleine Stadt (1921–23)
Chanson. Text von Walter Mehring

 

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